Studie zur Versorgungssicherheit

von Wolfgang Ruch

Am 14. Februar 2019 hat das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft die Studie „Versorgungssicherheit in Süddeutschland bis 2025 veröffentlicht. Die Studie ist eine Aktualisierung vorangegangener Studien zur Versorgungssicherheit in Süddeutschland. Die Auftragnehmer der Studie (IER/IFK/DLR) gehen davon aus, dass bis 2025 die Versorgungssicherheit im Sinne der Lastdeckung unter Heranziehung der eingerichteten Reserven in Deutschland gegeben ist. Auch bei einem beschleunigten Ausstieg aus der Kohleverstromung sei die Situation beherrschbar, wobei das in der Studie herangezogene Kohleausstiegsszenario nicht zu 100 % mit dem Vorschlag der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" (Kohlekommission) übereinstimmt.
Damit auch zukünftig in Deutschland die Stromversorgung gesichert bleibt, müssen:
• Die Übertragungskapazitäten ins benachbarte Ausland deutlich erhöht werden.
• Investitionen in den geplanten (und genehmigten) Netzausbau realisiert werden.
• Europäische Nachbarländer (Frankreich und Polen) ihre Kern- und Kohlekraftwerke länger als vorgesehen betreiben.
• Die Jahreshöchstlast von 80,3 GW (2017) auf 72,0 GW (2025) sinken (inkl. Berücksichtigung eines Lastmanagementpotenziales von 2,2 GW).
• Die Stromnachfrage um 1,25% pro Jahr sinken
Eine Zusammenfassung der Studie mit detaillierten Ergebnissen erhalten Sie in einem verlinkten GAV-Papier.

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