Energiepreisentwicklung

von Wolfgang Ruch

Die Rohstoffpreise werden in diesen Tagen stark von den Wahlen in der größten Volkswirtschaft der Welt beeinflusst. Die Börsennotierungen für Erdöl, Emissionszertifikate, Strom und auch Erdgas sind deutlich gestiegen. Beim Erdgas sind sowohl die Versorgungslage wie auch die Speicherfüllstände eigentlich auf einem hohen Niveau. Die europäischen Speicher sind zu 94% gefüllt. Das ist der höchste Wert für den Oktober seit 5 Jahren.

Der Anstieg der norwegischen Exporte, ein Überangebot auf dem britischen Markt und die aktuelle Verbrauchsreduktionen in Nord- und Westeuropa müssten eigentlich zu sinkenden Notierungen führen. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass die aktuelle Entwicklung der globalen Commodities und damit auch der nationalen Energiepreise stark von politischen Entwicklungen und deren Bewertung durch Händler beeinflusst werden. Dies zeigt sich exemplarisch bei den Spekulationen an den Ölmärkten, die geprägt sind durch die Entscheidungen der USA letzten Mittwoch formell aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten und ihre eigene Erdgas- und Ölproduktion - auch durch Fracking – zu intensivieren.

Detaillierte Analysen zu den deutschen Strom- und Erdgaspreisentwicklungen erhalten Mitglieder des GAV in exklusiven Newslettern.

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